Je früher und schneller, desto besser?
Früher wurden Kinder in den meisten europäischen Ländern vom sechsten Lebensjahr an schulpflichtig. Vorzeitige Einschulungen waren die Ausnahme, Rückstellungen vergleichsweise häufiger.
Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren umgekehrt und führte 2002 erstmals zu einer höheren Zahl an vorzeitigen Einschulungen.
Da sich die Bildungskonzepte weitgehend nicht an die Entwicklungsbedürfnissen der Vorschulkinder angepasst haben, sind diese frühzeitig den überwiegend intellektuellen Anforderungen dieser Konzepte ausgesetzt. Aus Sicht der Waldorfpädagogik reicht für eine nachhaltige Entfaltung der körperlichen, seelischen und geistigen Fähigkeiten die Vorverlagerung schulischer Lernmethoden jedoch nicht aus.
Die von Rudolf Steiner begründete Waldorfpädagogik zentriert ihre Methoden und Lerninhalte auf Bildungs- und Erziehungsziele, die sich aus der Natur des Kindes ergeben. Bildungsziele, die sich auf bloße Traditionen, auf wirtschaftliche oder politische Zielvorgaben beziehen, werden dagegen abgelehnt. Die Waldorfpädagogik orientiert sich ausschließlich am Kind und seinen individuellen Entwicklungsschritten.
Wichtigste Grundlage der anerkannten Walkdorfpädagogik ist die Berücksichtigung der verschiedenen Phasen und Stufen in Bezug auf die physische, emotionale und kognitive Entwicklung des Kindes.
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