Der Stand der Debatten um die Schülerfinanzhilfe

Die Freien Waldorfschulen finanzieren sich zum größten Teil über die Schülerfinanzhilfe des Landes. Diese soll die Betriebskosten der Schulen decken.

Das niedersächsische Schulgesetz enthält zur Berechnung dieses Betrages eine komplizierte Formel, dessen Grundlage ein fiktives Lehrergehalt an einer Staatsschule ist.

Seit über 10 Jahren ist die Finanzhilfe durch die Veränderung der Faktoren, die in dieses Modell einfließen, gesunken. Dagegen sind die Betriebskosten der Schulen kontinuierlich gestiegen. Die Kompensationsmöglichkeiten der Freien Schulen (Gehaltsverzicht der Lehrer, Erhöhung der Elternbeiträge, Reduzierung des Unterrichtsangebotes) sind so überstrapaziert, das bereits einige Schulen existenziell bedroht sind. Seit langem fordern die Freien Schulen deshalb eine Finanzhilfe, die sich an den tatsächlichen staatlichen Schülerkosten orientiert.

Die Finanzhilfe für das Haushaltsjahr 2005 wurde allerdings nochmals drastisch gekürzt. Ein Aufschrei der Freien Schulen und die intensive Kommunikation in die Politik bewirkten, dass seit Mitte 2005 ernsthafte Verhandlungen mit der Landesregierung über die Einführung eines neuen Berechnungsmodells, das sich an den tatsächlichen Kosten orientiert, geführt wird. Das neue Modell soll bis Ende 2006 fertiggestellt sein und für das Schuljahr 2006/2007 Berechnungsgrundlage werden. Zwar erklären alle Verantwortlichen die im Bildungssystem notwendigen Investitionen tätigen zu wollen, die angespannte Finanzlage des Landes droht die Verhandlungen jedoch zu dominieren. Die Freien Schulen werden weiterhin sehr intensiv und überzeugend ihre berechtigten Forderungen vortragen müssen, damit ihre Schüler in Zukunft angemessen ausgebildet werden können.

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