Auch zwei Jahre nach Inkrafttreten der UN-BRK ist ein politischer Wille der niedersächsischen Landesregierung zur Herstellung der inklusiven Bildung nicht spürbar. Stattdessen sorgt sie für Verunsicherung bei allen Beteiligten. Kinder, Eltern, Pädagogen und Bildungseinrichtungen wissen nicht, welchen Weg die Landesregierung einschlagen will, um das Ziel ihres gesetzlichen Auftrages umzusetzen.

Ziele:

  1. Förderung der Kommunikation zwischen allen Beteiligten.
  2. Unterstützung der Einrichtungen durch das Kultusministerium, die inklusiv arbeiten werden.
  3. Information zur inklusiven Beschulung aller Schüler und deren Eltern an den verschieden Einrichtungen
  4. Zusammenarbeit mit allen Vereinen und Verbänden sowie dem Behindertenbeauftragten

Forderungen:

  1. Das Elternrecht von behinderten Kindern soll ausgeweitet werden.
  2. Freie Schulort- und Schulformwahl
  3. Keine Zwangsabschulung mehr (Artikel 24 in der Behindertenrechtskonvention definiert gemeinsame Beschulung)
  4. Verankerung der Inklusion im Niedersächsischen Schulgesetz zum Schuljahr 2011/2012
  5. Regionale Integration soll großzügig umgesetzt werden (RIK)
  6. Die Lehrkräfte müssen für den Umgang mit Menschen mit Behinderungen durch entsprechende Ausbildung bzw. verpflichtende Fort- und Weiterbildung qualifiziert werden.
  7. individuelle Förderung und Forderung der einzelnen Schüler
  8. Sensibilisierung aller Beteiligten für den Umgang mit Menschen mit Handicap
  9. Klärung der Rahmenbedingungen, unter denen Inklusion erfolgen soll (Schule , Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulträger, Fördereinrichtungen. Schulärztlicher Dienst, Behinderteneinrichtungen u.a. Lebenshilfe, Kindergärten usw.)
  10. Qualitätsentwicklung durch Konzentration auf die Individualität einer jeden Schülerin/ eines jeden Schülers
  11. Qualitätssicherung einschließlich Kontrolle der Förderschulpädagogik durch eine zentrale unabhängige Stellen
  12. Informationsveranstaltungen über verschiedene Schultypen sowie schulübergreifend mit Einrichtungen, mit denen eine Zusammenarbeit notwendig ist.
  13. Erfahrungsaustausch zwischen den Regelschul- und Förderschulpädagogen gekoppelt mit entsprechender Fortbildung
  14. Bereitstellung einer ausreichenden Zahl an Lehrerstunden
  15. Ausstattung der Schulen mit allen zur Inklusion erforderlichen baulichen und sächlichen Mitteln
  16. Bessere Vorbereitung auf den beruflichen Werdegang
  17. Öffnung weiterer Berufsfelder
  18. Schaffung einer neutralen Stelle zur Beratung von Eltern und Schülern – beispielsweise Freier Träger der Diakonie / Caritas / AWO / Lebenshilfe, AOK u. a.
  19. Schulen müssen in die Lage versetzt werden, den in Zusammenhang mit der Inklusion entstehenden Herausforderungen gerecht zu werden.

Gelingensbedingungen:

  1. Erfahrungsaustausch zwischen Pädagogen verschiedener Bildungseinrichtungen
  2. Respektierung von Bedenken und Ängsten der Beteiligten (Pädagogen, Erziehern und weiteren professionellen Mitarbeitern in Regelschulen und Förderschulen sowie Schülern und Eltern und allen an Schule Beteiligten)

Fazit:

Inklusion muss selbstverständlicher Bestandteil der Gesellschaft werden.

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