Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Einschulung?

Die Frage wird in der Waldorfpädagogik immer vom Reifegrad des Kindes aus beantwortet. Emotionale und soziale Stabilität sind für die Schulreife wichtiger als nur kognitive Fähigkeiten oder Fertigkeiten. Die Einschulung orientiert sich an der allgemeinen körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklung des Kindes. Da der Reifeprozess selten in allen drei Bereichen früher erreicht wird, lehnt die Waldorfpädagogik eine Früheinschulung vor dem sechsten Lebensjahr ab.


Schuluntersuchung

Lehrer, Aufnahmegremium und Schularzt erarbeiten sich gemeinsam mit den Eltern ein Bild vom Entwicklungsstand des aufzunehmenden Kindes. Entscheidend zur Aufnahme sind auch motorische und soziale Kompetenzen. Fragen wie "kann sich ein Kind in einer Gruppe zurechtfinden?" oder "wie lange kann sich ein Kind auf eine Aufgabe konzentrieren" sagen mehr über den Entwicklungsstand aus, als abstrakte Leistungskriterien des Gesetzgebers.
Die Entscheidung über richtigen Einschulungstermin wird im Konsens mit den Eltern besprochen.

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