Waldorfschulen werden von örtlichen Elterninitiativen gegründet und von Lehrern und Eltern selbst verwaltet. Waldorfschulen sind allgemein zugänglich, also freie öffentliche Schulen für Jedermann. Als Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft sind sie durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verfassungsmäßig geschützt und in Niedersachsen als " Schulen mit besonderer pädagogischer Prägung" staatlich anerkannt.

Finanzierung

Das Grundgesetz schreibt für Schulen in freier Trägerschaft gleichwertige pädagogische Leistungen und ein Verbot der Sonderung der Schüler nach den finanziellen Verhältnissen der Eltern vor (Artikel 7, Absatz 4). Daraus ergibt sich ein Rechtsanspruch auf Finanzhilfe aus öffentlichen Mitteln. Allerdings werden die gemeinnützigen Schulen in freier Trägerschaft gegenüber den staatlichen Schulen finanziell benachteiligt. Freie Waldorfschulen erhalten 20% bis 50% weniger finanzielle Unterstützung als staatliche Schulen. Die daraus entstehende Finanzierungslücke muss über Elternbeiträge geschlossen werden. Die Höhe und Art der Ermittlung der Elternbeiträge kann jede Schule individuell regeln. Fast übrall gilt das Solidarprinzip, wonach die Beiträge in Abhängigkeit vom Einkommen festgelegt werden, damit ein Schulbesuch nicht an finanziellen Gründen scheitert.

 

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