Niedersachsen und Bremen sind bundesweit Vorreiter in der Waldorflehrerausbildung!

Wenn Sie Lehramtsstaatsexamen haben oder eine entsprechende Vorqualifikation, können Sie eine waldorfpädagogische Zusatzausbildung machen. Auf diesen Seiten informieren wir über Lehrinhalte-, Ausbildungsorte, das Berufsbild, und die Zugangsvoraussetzungen.

Theoretische Studien

In unseren Ausbildungsinstituten in Hannover und Ottersberg vermitteln wir Ihnen die wichtigsten waldorfpädagogischen Grundlagen.

Praxisorientierung

Zusätzlich bieten wir im dritten Ausbildungsjahr das LiP-Lehrerbildung in der Praxis an. Dabei erhalten Sie die waldorfspezifische Ausbildung direkt im Unterricht an der Schule. Die Lehrer-Trainees arbeiten im Team mit einem persönlichen Ausbildungsbegleiter. Schrittweise übergibt der Ausbildungsleiter dem angehenden Lehrer immer mehr Verantwortung für den Unterricht. So bilden sich Waldorflehrer in der pädagogischen Praxis optimal selbst aus.

Weiterführende allgemeine Informationen zur Waldorflehrerausbildung im Bund der Freien Waldorfschulen finden Sie auch unter:

Waldorfschulen vermitteln wissenschaftlich gesichertes Wissen und Lernkompetenz wie jede andere Schule auch. Gleichzeitig schaffen sie aber auch eine produktiv-pädaogische Atmosphäre, in der sie Gemeinschaftssinn, Kunst, Handwerk und das Naturverständnis der Kinder fördern.

Entdecken, gestalten, Erfahrungen sammeln. Schule sollte nicht nur Wissen vermitteln und Leistung abfragen. Sie sollte Lern- und Lebensort sein, und den Kindern einen Raum bieten, in dem sie sich entwickeln und angstfrei lernen können. Zu diesem Ergebnis kommen fast allen neueren Studien der Lernforschung. Auch der Neurobiologe Gerald Hüther plädiert deshalb für einen „Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung“. In einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst fordert er: „Wir brauchen keine Gewächshäuser, sondern offene Schulen, in denen Leben stattfindet. Schulen, die der afrikanischen Weisheit gerecht werden, dass es für die volle Entfaltung eines Kindes ein ganzes Dorf braucht. Schulen müssten Kindern und Jugendlichen die Lernerfahrungen ermöglichen, die man in einem Dorf sammeln kann – vor allem die Interaktion mit vielen verschiedenen Menschen.

Waldorfschulen praktizieren diesen pädagogischen Ansatz schon seit langem. Mit der Gründung der ersten Waldorfschule im Jahr 1919 durch Rudolf Steiner entwickelte sich in Deutschland erstmals eine Schulform, die ihre Schüler nicht nach Herkunft, sozialem Status, Geschlecht oder Leistung auswählte und in der es weder Noten noch Sitzenbleiben gab. Die Idee einer solchen freien Schule war revolutionär: Die Lerninhalte orientierten sich am aktuellen Entwicklungsstand der Kinder, Jungen und Mädchen wurden gemeinsam in denselben Fächern unterrichtet und individuell gefördert. Damit war eine Form der Pädagogik geboren, die zu jener Zeit alles andere als selbstverständlich war. Ziel der Waldorfpädagogik ist es seither, den Schülern Fähigkeiten und Kenntnisse auf einer breiten Basis zu vermitteln. Dabei steht nicht die schnelle Anhäufung von Wissen im Vordergrund. Der Unterricht soll vielmehr durch den Stoff die Entfaltung der individuellen Fähigkeiten des Kindes fördern.

Grundlagenausbildung

Berufsbegleitendes Seminar für Waldorfpädagogik Hannover

Berufsbegleitendes Seminar für Waldorfpädagogik Hannover

Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 70
30173 Hannover
Ansprechpartner: Hans-Werner Böhm
Telefon 0511 80709 - 65
www.waldorflehrerseminar-hannover.de

 

Institut für Waldorfpädagogik in Ottersberg

Institut für Waldorfpädagogik in Ottersberg

Amtshof 5
28870 Ottersberg
Ansprechpartner: Manfred Seeger
Telefon 04205 31680
www.frss-ottersberg.de

 

Selbstverwaltete, berufsbegleitende Seminare

Braunschweig
www.waldorfschule-bs.de

Evinghausen
www.waldorfschule-evinghausen.de

Göttingen
www.wls-goe.de

Hannover, Eurythmieschule MerzTheater
www.merz-theater.de

Hitzacker
www.freieschulehitzacker.de

Schwerin
www.waldorf-schwerin.de

Wolfsburg
www.waldorf-wob.de

 

Praxisjahr LiP

Lehrerbildung in der Praxis (LIP): www.lehrerbildung-praxis.de
Lehrerbildung in der Praxis Heilpädagogik (LIP-HP): Frau Raupach (Bothfeld)

Leitung und Modulgestalter der LiP

Lehrerbildung in der Praxis

Axel Langwost

Starenweg 2
31139 Hildesheim

Tel. +49 (0) 5121 130284
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Koordination

Silvia Feige-Oesker

Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen-Bremen
im Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Schiffgraben 21
30159 Hannover

Tel. +49 (0) 511 2352 6330
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

1. Schritt – Die waldorfpädagogische Basis

In unseren Ausbildungsinstituten in Hannover und Ottersberg vermitteln wir Ihnen die wichtigsten waldorfpädagogischen Grundlagen für Ihre Arbeit.

2. Schritt – LiP-Lehrerbildung in der Praxis

 

In dem praktischen Jahr erhalten Sie direkt im Unterricht an der Schule Ihre waldorfspezifische Ausbildung. Niedersachsen und Bremen sind deutschlandweit Vorreiter beim Projekt LiP-Lehrerbildung in der Praxis. Dabei arbeiten die Lehrer-Trainees im Team mit einem persönlichen Ausbildungsbegleiter. Dadurch können sie sich in der Begegnung mit den Schülern in der pädagogi- schen Praxis optimal selbst ausbilden. Der Ausbildungs- begleiter übergibt dem angehenden Waldorflehrer schritt- weise immer mehr Verantwortung für den Unterricht.                                                                       

                                                                                    Link LiP

Wann kann ich Waldorflehrer werden?

Wenn Sie Lehramtsstaatsexamen haben oder eine entsprechende Vorqualifikation, bieten wir Ihnen eine an Ihren individuellen Berufsweg angepasste waldorfpädagogische Zusatzausbildung.

Qualifikationsbeispiele

  • Sie haben Lehramt studiert, 1. oder 2. Staatsexamen.
  • Sie haben ein Fachstudium absolviert, Sozialpädagogik, Magisterstudium oder Fachhochschulabschluss.
  • Sie haben einen Bachelorabschluss und mehrjährige Berufserfahrung.
  • Sie haben einen Meisterbrief in einem unterrichtsrelevanten Fach, beispielsweise Gärtner, Tischler oder Schneider.

Der Lehrplan der Waldorfschule ist ein Rahmenlehrplan, der sich an den Entwicklungsstufen des Kindes orientiert. Jungen und Mädchen werden gemeinsam unterrichtet - von der ersten bis zur zwölften bzw. dreizehnten Klasse.

Klassenlehrer/in

Sie begleiten die Kinder vom ersten Schultag in der 1. Klasse bis zum Ende der 8. Klasse. Klassenlehrer unterrichten jeden Tag zwei Stunden »Hauptunterricht« in drei- bis vierwöchigen Themenepochen.

Dazu gehören Schreiben, Lesen, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften und Formenzeichnen. Weil die Waldorfpädagogik die Kreativität wecken möchte, erarbeiten und gestalten die Schüler ihre Lehrbücher in Form von sogenannten Epochenheften.

Fachlehrer/in

Die Fachlehrer unterrichten in jeder Klassenstufe Fremdsprachen, Musik, Werken, Handarbeit, Gartenbau, Eurythmie, Religon, Sport und viele andere Fächer.

Oberstufenlehrer/in

In den Klassen 9–13 unterrichten die Oberstufenlehrer in ihrem Fachgebiet. Sie benötigen dafür ein abgeschlossenes wissenschaftliches Stuidum und eine pädagogische Zusatzausbildung in einem waldorfpädagogischen Seminar.
Herausforderung Oberstufe Flyer

Klassenstufen

Hier können Sie sich zu jeder Klassenstufe eine PDF-Datei herunterladen, in der der Lehrinhalt der jeweiligen Klassenstufe zusammengefasst ist.
Lehrplan

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Zusätzliche Informationen