BERT ist das Akronym für die BundesElternRatsTagung. Diese wird an wechselnden Schulen des Bundesgebiets von der Bundeselternkonferenz der Rudolf-Steiner und Freien Waldorfschulen veranstaltet.

Dieses Jahr stand das Thema Mensch sein in der digitalen Zukunft im Mittelpunkt. Es ging um Fragen, was der Einzug der digitalen Medien in die Wirklichkeit der Familien und der Schule für Gefahren, aber auch für Chancen bietet. Da sich dieser Wandel unserer Lebenswirklichkeit in einer besonderen wirtschaftlichen Situation vollzieht, wurde auch auf diese geblickt.

Dies geschah in Impulsvorträgen, in einer Fishbowldiskussion und in zahlreichen Workshops:

Henning Kullak-Ublick führte die zahlreich anwesenden Eltern und VertreterInnen der Schülerräte am Freitag Abend in das Thema ein. Etwa 250 Menschen waren gekommen.

Prof. Dr. Kreiß referierte am Samstag Morgen über das Thema Wege in eine menschliche Wirtschaft. Er verglich die Daten der Weltwirtschaft vor den beiden großen Kriegskatastrophen des letzten Jahrhunderts mit den aktuellen Gegebenheiten. Die sich aufzeigenden Ähnlichkeiten, Parallelen waren offensichtlich. Die Lösungswege, so Prof. Dr. Kreiß, liegen vor uns. Sie zu gehen ist aber keine Selbstverständlichkeit, sie setzt einen revolutionären Wandel unserer Wahrnehmungen, des eigenen Handelns und der individuellen Haltung voraus.

Das Format einer Podiumsdiskussion in einer sogenannten Fishbowl bringt es mit sich, dass jeder aus dem Publikum sich auf einen der freien Stühle im Kreis setzen darf, um seine Argumente vorzubringen, mitzudiskutieren. Am Samstag Nachmittag war's soweit: Die Ausgangsfrage zielte zwar auf die sichtbaren positiven Ausblicke. Gleichwohl gelang es den Erwachsenen nicht diese beherzt in den Blick zu nehmen. Rasch dümpelte das Gespräch wieder im Fahrwasser eines fatalistischen Kulturpessimismus.

Dies rief die anwesenden SchülerInnen auf den Plan! Diese besetzen das Podium und erklärten, dass es an den Erwachsenen liegt: "Wenn ihr eine klare Position zu Smartphone und co habt, dann richten wir uns danach!" So lässt sich der Appell der SchülerInnen zusammenfassen. Unabdingbar scheint mir aber dabei zu sein, dass diese klare Position auch das Handeln der Erwachsenen selbst leitet...

Parallel zu den Workshops der Erwachsenen – Eltern und LehrerInnen – trafen sich die Schülervertretungen aus der ganzen Bundesrepublik. Sie wurden von der WaldorfSV in zwei Arbeitsgruppen begleitet. Ein davon entwickelte neue Projekte – Waldorf 100! – eine andere gab Hilfen und Informationen für entstehende SVs in den Regionen

In einigen Ländern gibt es bereits eine lebendige und regelmäßig arbeitende Schülervertretung. Für Niedersachsen und Bremen ist der Entwicklungsanstoß gemacht. Am kommenden Freitag, den 9. März wird sich eine größere Gruppe in der FWS Hannover-Maschsee treffen, um Themen zu beraten und eine Geschäftsordnung zu entwickeln. Die Geschäftsführer der LAG werden dies aktiv begleiten und nötige Ressourcen zur Verfügung stellen.

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